Die erste WJSC-Fahne
Anlässlich der WJSC-Verbandstagung am 08.05.1970 in Spangenberg stiftete der Verbands-Alteherr Hans Dittmar al. Eichkater vom Jagdcorps Masovia Berlin dem WJSC die erste Verbandsfahne mit dem Wunsch, "dass dadurch der Zusammenhalt zwischen den Bünden stärker werden möge". Der Entwurf stammte von Vbr. Dr. Dietrich Leßmann (Masovia), der als Vorlage für das auf der Vorderseite abgebildete Wernigeröder Schloss eine alte Urkunde aus dem Jahre 1927 verwendete. Diese hatte Fürst Christian-Ernst zu Stolberg-Wernigerode anlässlich der Gründung des WJSC am 02.07.1927 ausgestellt.

Vor 1970 gab es keine Verbandsfahne. Anlässlich der Verbandstagungen und anderer offizieller Verbandsveranstaltungen chargierten die Mitgliedskorporationen nur mit ihrer eigenen Bundesfahne.

Die Vorderseite der ersten WJSC-Fahne zeigt das untenstehende Foto, auf der Rückseite war mit goldenem Faden die Abwurfstange eines Kreuzbockes gestickt (WJSC-Nadel).

Zum 50-jährigen Jubiläum des WJSC im Jahre 1977 stiftete die WJSC-Verbindung AJV Hermann Löns zu Münster eine Saufeder als Bannerstange.


Die erste WJSC-Fahne fotografiert anlässlich der Verbandstagung 2000 auf dem Wernigeröder Marktplatz.



Die zweite Fahne
Im Jahr 2004 entstand die Notwendigkeit eine neue Fahne zu beschaffen. Anlässlich der Verbandstagung wurde am Himmelsfahrtstag (20.05.2004) die aktuelle WJSC-Fahne vom WJSC-Verbandstag in Wernigerode angenommen, während der Hubertusmesse am folgenden Freitag durch Pfarrer Hentschel geweiht und zum anschließenden Festkommers erstmals vor den Chargen der Mitgliedskorporationen in den Kneipsaal im Wernigeröder "Salzbergtal" getragen.
Angefertigt wurde die Fahne im April/Mai 2004 in Hand- und Maschinenstickerei in Riga, Lettland durch Frau Amelija Navarska nach Entwürfen von VAH Wolfgang Milcke, Hubertia Aachen, der die neue Fahne dem Verband stiftete.

Die Vorderseite ist ähnlich der Vorgängerfahne. Der charakteristische WJSC-Schriftzug ist aber hinzugekommen.

Auf der Rückseite ist im Zentrum die WJSC-Nadel abgebildet (Abwurfstange eines Kreuzbockes) und darunter stehen die Meilenstein-Jahreszahlen der WJSC-Geschichte:
1922 - Am 30.01. Gründung des Kartells akademischer Jagdverbindungen KAJV in Berlin.
1927 - Unter der Schirmherrschaft des ADJV-Präsidenten Christian-Ernst zu Stolberg-Wernigerode wird am 02.07. in Wernigerode das Kartell umbenannt in Wernigeroder Jagdkorporationen Senioren-Convent WJSC.
1956 - Am 15.09. Restutition des WJSC in Hannover, nachdem der Verband 1934 unter dem Druck des Nazi-Regimes suspendiert hatte.
1990 - Am 24.05. finden nach der Öffnung der DDR-Grenzen zum ersten Mal wieder die Convente in Wernigerode statt (Rathaussaal).

Oben links ist das Stadtwappen von Wernigerode abgebildet, der Gründungs- und jährlichen Tagungsstadt, Sitz des Verbandes.
Daneben ist das Stadtwappen von Spangenberg (Nordhessen), wo 27 Jahrestreffen stattgefunden haben, in der Zeit als Wernigerode dem Verband nicht zugänglich gewesen ist von 1964 - 1990 (DDR).

Möge in der neuen Fahne das alte Ideal der Gründungs- und Restutitions-Verbandsbrüder fortleben nach einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl im Verband. Wie Pfarrer Hentschel bei der Weihung der Fahne so treffend formulierte: "Geweiht wird nicht das Stück Stoff, das man sieht und hinter dem man her läuft, sondern die Ideale und Maximen, die jeder Einzelne in seinem Bund und alle zusammen im Verband anstreben."


Anekdote am Rande:
Als die erste WJSC-Fahne hergestellt wurde, wusste keiner, den man fragen konnte, in welchen Farben das Wernigeröder Schloss abzubilden sei, da die Vorlage schwarz-weiß war und man nicht eben mal einfach nach Wernigerode fahren konnte, um nach zu sehen. Man entschied sich für ein leicht rötliches Mauerwerk und ein rotes Ziegeldach.

Bei der Anfertigung der zweiten Fahne wurden diese Farben als Reminiszenz an die Vorgängerin übernommen, obwohl das Mauerwerk in natura grau ist und das Dach aus schwarzem Schiefer.



Amelija Navarska am 22.04.2004 bei den Stickarbeiten zur neuen WJSC-Fahne.


Die Beschriftung derVorderseite ist am 02. Mai fertig gestickt.


Die Rückseite am 22. April.


Auf dem Verbandstag im Wernigeröder Rathaussaal am 20.05.2004 stellt VAH W. Milcke (Hubertia Aachen) die neue WJSC-Fahne vor.


Die Rückseite mit der Kreuzbockstange, den Meilensteinjahreszahlen aus der WJSC-Geschichte und den Stadtwappen von Wernigerode und Spangenberg.